01.08.2021

Islands neuester Hotspot hat einen Namen

Vulkan Fagradalsfjall ist Islands jüngste Touristenattraktion. Täglich strömen Hunderte von Schaulustigen zu dem Lavafeld nahe der Hauptstadt Reykjavík. Nun lässt es sich auch auf der Landkarte finden. Denn nun hat der heißeste Platz auf der Insel einen Namen.

 

Schaulustige am Vulkan Fagradalsfjall. © Jonatan Pie auf Unsplash.
Schaulustige am Vulkan Fagradalsfjall. © Jonatan Pie auf Unsplash.

 

Islands neueste Touristenattraktion ist ein Naturwunder: Seit dem 19. März spuckt Vulkan Fagradalsfjall Unmengen von Magma in die Luft. Nun hat der heißeste Platz auf der Insel einen Namen: Fagradalshraun Schöntallava. Das liegt nahe - heißt doch Fagradalsfjall übersetzt Schöntalberg

 

Kultusministerin Lilja Dögg Alfreðsdóttir bestätigte den Namen für das Lavafeld auf der Halbinsel Reykjanes jetzt offiziell, wie das Online-Magazin Icelandic Review berichtete.

 

Ortsnamen in der Natur sind durch den Stadtrat der jeweiligen Gemeinde zu beschließen, so sieht es das Gesetz vor. Und so hatte die Gemeinde vor einigen Wochen dazu aufgerufen, einen Namen für Islands neuen Hotspot zu finden. 340 Vorschläge gingen ein.

 

Heißer Anwärter auf den Siegertitel: Fagrahraun schöne Lava. Doch am Ende entschied sich der Ausschuss für Ortsnamen unter Vorsitz von Ministerin Alfreðsdóttir für Schöntallava.

 

"Zukunftskonzept" für Vulkanregion

 

Somit dürfte auch der geplante Parkplatz für 500 Autos demnächst gut auf der Landkarte zu finden sein.

 

Ein „Zukunftsentwurf“ für die Vulkanregion, den eine von Premierministerin Katrín Jakobsdóttir eingesetzte Arbeitsgruppe vorgelegt hat, sieht zudem Parkwächter, Toilettenhäuschen und Wanderwege vor. Derzeit ist das Ausbruchsgelände nur nach einem zweistündigen Fußmarsch zu erreichen.

 

Vorgesehen sind zudem ein Informationszentrum im kleinen Hafenstädtchen Grindavík sowie Überwachungskameras und Messgeräte nahe der Ausbruchsstelle, um das Gebiet für Tourist:innen sicherer zu machen.

 

Derweil lässt die Vulkanaktivität offenbar nach. So sagte Geologe Magnús Tumi Guðmundsson dem Sender RÚV, es scheine so, als ob sich die Magmamenge immer weiter verringere.

 

Die Schaulustigen dürfte das nicht stören. Täglich pilgern derzeit Hunderte zum Lavafeld, um das Naturspektakel mit eigenen Augen zu sehen. Ein echter Vulkanausbruch ist eben eine heiße Sache.


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