26.04.2026
Ein weiteres Unterseekabel soll Island mit den großen Tech-Hubs in Europa verbinden und das Land für einen Ausfall einer der existierenden Leitungen wappnen. Die Vorbereitungen für das Kabel, das bis Großbritannien reichen wird, sollen 2027 beginnen.

Auður ist nicht nur der Name eines legendären Siedlers, sondern bald heißt auch ein weiteres Tiefseekabel von Island nach Europa so.
Das Kabel soll Island und Großbritannien miteinander verbinden, wie der nationale Rundfunksender RÚV jetzt berichtete. Es soll im Jahr 2030 betriebsbereit sein.
Betreiber ist das staatseigene isländische Unternehmen Farice, das bereits die Tiefseekabel FARICE-1, DANICE and IRIS unterhält.
Die Tiefseekabel sind für Island von großer Bedeutung, da sie die Anbindung an den internationalen Internetverkehr gewährleisten.
Aufgrund der gestiegenen Datenmengen insbesondere durch die zahlreichen Rechenzentren auf der Insel soll das neue Kabel FARICE-1 ergänzen bzw. ersetzen, bei dem es sich um das älteste der insgesamt drei Tiefseekabel handelt, die zwischen 2004 und 2013 gelegt wurden.
Digitale Infrastruktur sichert Souveränität
Nicht zuletzt stellt die digitale Infrastruktur sicher, dass Island auch bei einem Ausfall einzelner Leitungen über alternative Wege mit dem Internet verbunden bleibt. Damit ist das Kabel auch ein Beitrag zur nationalen Souveränität des Inselstaates, und die jetzige Entscheidung kommt sicher nicht Grund.
Eine Meeresbodenuntersuchung ist laut RÚV für Sommer 2027 geplant.
Das Kabel soll Island mit Glasgow oder Edinburgh verbinden, von wo aus leistungsfähige Leitungen zu den großen Telekommunikations-Hubs in Europa führen, darunter London und Amsterdam, aber auch zu den anderen nordischen Ländern.
Namensgeber ist der Siedler Auður, dessen Reise nach Island in der Laxdæla-Saga beschrieben wird – einer aus dem 13. Jahrhundert stammenden Saga über die Bewohnerinnen und Bewohnern des Laxárdalr (Lachsflusstal). Eine ähnliche Route soll ihn damals nach Island geführt haben.
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