16.03.2026

Island prüft nationale Ölreserven

Auch in Island geht die Sorge um, ob angesichts des Krieges in Nahost die nationalen Ölreserven ausreichen. Jetzt haben Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Gewerkschaften, Verbänden und Ölfirmen über die aktuelle Lage beraten.

 

Öl. Bild von David Olah auf Unsplash.
Auch in Island wächst die Sorge um die Folgen des Krieges in Nahost. © David Olah auf Unsplash.

Bei einem Treffer in der Umwelt- und Energiebehörde ging es in dieser Woche um Islands Notfall-Ölreserven.

 

An dem Treffen nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaft für Handel und Dienstleistungen, des Verbandes isländischer Unternehmen (Samtök atvinnulífsins) sowie von Ölfirmen teil, bestätigte der Chef der Umwelt- und Energiebehörde, Gestur Pétursson, gegenüber der Online-Ausgabe der Tageszeitung Morgunblaðið.

 

Die Inhalte des Termins waren vertraulich, hieß es in dem Bericht weiter. Die Sitzung sei demnach seit geraumer Zeit vorbereitet worden.

 

Laut Bericht keine Engpässe in Island

 

Aktuell gibt es laut Morgunblaðið keine nationalen Engpässe. Bei den Ölvorräten handele es sich um Reserven der Ölfirmen; über deren Umfang gebe es indes keine konkreten Informationen.

 

Nach Angaben der Tageszeitung prüfe das Ministerium für Umwelt, Energie und Klima die Lage; das Thema sollte am vergangenen Samstag bei einer Kabinettssitzung erörtert werden.

 

Zu Beginn der vergangenen Woche hatten die G7-Staaten vor dem Hintergrund der internationalen Entwicklungen und des Krieges in Nahost einen Teil ihrer strategischen Ölreserven freigegeben.

 

Die meisten europäischen Länder halten einen Öl-Vorrat für mindestens 90 Tage, um Versorgungsstörungen auszugleichen. Island verfügt lediglich über Reserven für einige Wochen.