23.06.2026
Nach zwei Jahre Pause haben Walfänger in Island erneut zwei Tiere erlegt. Bei den ersten seit 2023 getöteten Meeressäugern handelte es sich offenbar um Finnwale. Die Regierung von Premierministerin Frostadóttir will ein dauerhaftes Verbot der Jagd durchsetzen.

Für das Unternehmen Hvalu war es eine gute Nachricht, viele Tierschützer zeigten sich schockiert: An Sonntag wurden zwei Meeressäuger erlegt, wie der nationale Rundfunksender RÚV berichtete.
In den vergangenen beiden Jahren war der Walfang, der zwischen Mitte Juni und Mitte September stattfindet, abgesagt worden. Die Jagd ist kaum mehr rentabel; hinzu kommt eine wachsende Ablehnung in der Bevölkerung.
Neben Hvalu hf., das den Walfang jetzt wieder aufgenommen hat, gibt es nur noch ein weiteres Unternehmen in Island, das Jagd auf die majestätischen Riesen macht.
Die Lizenz läuft noch bis zum Juni 2029.
Das isländische Institut für Meeres- und Südwasserforschung (Hafrannsóknastofnun / HAFRO) hat empfohlen, dass in diesem Jahr nicht mehr als 150 Finnwale erlegt werden sollen.
Die erlaubte Quote liegt bei 318 Tieren und umfasst neben den Finnwalen auch 168 Zwergwale.
Die Regierung unter Premierministerin Kristrún Frostadóttir hat angekündigt, im Herbst einen Gesetzentwurf einzubringen, um den kommerziellen Walfang endgültig zu verbieten.
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