21.12.2025
Nicht nur erschöpfte Wandersleute und Autos mit Motorschaden können auf die isländischen Such- und Rettungsteams bauen. Kurz vor Weihnachten kamen die Einsatzkräfte einem bockigen Schaf zu Hilfe, das seinem Namen während der Aktion alle Ehre machte.

Tierisch viel Schwein hatte ein Schaf in Vesturárdalur im Nordosten Islands. Ein Such- und Rettungsteam rettete den Ausreißer aus seiner misslichen Lage, in die er ohne Not geraten war, wie die Tageszeitung Morgunblaðið in ihrer Online-Ausgabe berichtete.
Als der Besitzer, ein örtlicher Bauer, die Herde von der Wiese zum Hof zurücktreiben wollte, hatte das bockige Tier seinem Namen alle Ehre gemacht und sich flugs von der Gruppe entfernt.
Am Ende saß es in einer kleinen Schlucht fest, die der Landwirt nicht erreichen konnte.
Rettungsteam mit tierisch starken Nerven
Auch bei Ankunft der Helfer zeigte sich das Schaf zunächst wenig kooperativ. Das Tier– fast möchte man meinen, es habe sich um ein Rindvieh gehandelt – kletterte auf einen steilen Hang und sprang dann weiter nach oben auf die Felsen.
Gleichwohl gelang es dem erfahrenen Rettungsteam schließlich, über das Eis zu dem Flüchtling vorzudringen.
Mit Seilen gesichert, konnte das ausgebüxte Schaf schließlich über den vereisten Fluss nach Hause gelotst werden.
Den ihm vorauseilenden Ruf, das schwarze Schaf der Herde zu sein, mochte das Tier dann wohl doch nicht auf sich sitzen lassen.
Ob die wolligen Freunde das verlorene Schaf mit einem lautstarken "Bäh" empfingen, wissen wir nicht.
Aber eines ist sicher: Auch der erleichterte Besitzer hatte am Ende alle seine Schäfchen im Trockenen.