24.07.2026

Schaf Flekka auf Abwegen

Fast anderthalb Jahre war der wollige Ausreißer fernab der Heimat unterwegs. Jetzt sammelten zwei Skipper das verlorene Schaf wieder ein – und trafen dabei auf einigen Widerstand. Es zeigt wieder einmal: Es ist mehr als ein Vorurteil, was der Volksmund da sagt. 

 

Schafe. Bild von Ondrej Matous auf Unsplash.
Wo war es denn solange? © Ondrej Matous auf Unsplash.

Nicht umsonst heißt es im Volksmund „dumm wie ein Schaf“. Das bestätigte jüngst der folgende Fall, der sich in Hornstrandir im nördlichsten Teil der Westfjorde auf Island zutrug.

 

Flekka heißt auf Isländisch, genau: der Fleck – und den sahen Alexander Valur Wium Brynjólfsson und sein Freund, als sie vom Meer aus um die Halbinsel entlang schipperten. Ein Fleck, der sich bewegte und, keine Frage, lebte.

 

Die beiden Kumpels dachten zunächst an einen etwas groß geratenen Arktischen Fuchs – bis sie näher kamen und entdeckten, wen sie da vor sich hatten.

 

Rettung war nah. Allein, die Helfer hatten die Rechnung ohne Flekka gemacht. Die nämlich zählte ein und eins zusammen – und türmte flugs.

 

Verhinderte Retter

 

Und zwar direkt ins Meer, wo sie sich wild strampelnd mehr schlecht als recht über Wasser hielt. So war es ein Leichtes für die beiden Retter, den tierischen Ausreißer einzufangen.

 

Vor fast eineinhalb Jahren war das Tier ausgebüxt, wie die Tageszeitung Morgunblaðið in ihrer Online-Ausgabe jetzt berichtete.

 

Rund 70 Kilometer südöstlich vom Bauernhof entfernt, von dem sie vor gut 18 Monaten zu ihrem Abenteuer aufgebrochen war, tauchte sie nun wieder auf. Nicht umsonst wird der Name auch mit „umherstreifen“ oder „herumirren“ übersetzt.

 

Aber Ende gut, alles gut. Flekka bleibt der Schlachter erspart, und sie kann ihre Tage sorglos verbringen – an der Seite eines Künstlers und einer Frau, die – natürlich – strickt.