26.10.2025

Neue Saiten

In Berlin präsentiert die isländische Cellistin und Komponistin Hildur Guðnadóttir jetzt ihr neues Album Where to From. Es umfasst nachdenkliche, fast intime Titel – ein Gegenstück zu ihren oft orchestralen Klanglandschaften und eine Rückkehr zu den Wurzeln.

 

Hildur Guðnadóttir. Bild von Camille Blake  / Deutsche Grammophon.
Zurück zu den Wurzeln: Hildur Guðnadóttir. © Camille Blake / Deutsche Grammophon.

Sie ist auf dem Gipfel angekommen: der Oscar für die Beste Filmmusik zum Thriller Joker, der Soundtrack für die erfolgreiche Krimiserie Trapped (Ófærð) und der Emmy Award für ihre Musik zur Miniserie Chernobyl, Arbeiten für Theater- und Tanzproduktionen – unter anderem für das Isländische Sinfonieorchester, die Tate Modern in London und die Königliche Schwedische Oper in Stockholm. Nun kehrt die isländische Cellistin und Komponistin zu ihren Wurzeln zurück:

 

In Berlin, wo sie an der Universität der Künste studiert hat und mit ihrer Familie lebt, präsentiert Hildur Guðnadóttir ihr neues Album Where to From. In der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz wird der Weltstar aus Island, natürlich, Cello spielen und am Mikrofon stehen.

 

Es ist das erste Album, das bei der Deutsche Grammophon erscheint; am 31. Oktober 2025 wird es veröffentlicht. Nur einen Tag später stellt die Künstlerin ihr Werk, das neun intime und nachdenkliche Stücke umfasst, live vor Publikum vor.

 

Der Titel Where to From soll den kreativen Prozess widerspiegeln, der mit einer Idee beginnt. Denn die Isländerin ist für ihre experimentelle Pop- und zeitgenössische Musik bekannt. Ihre Soloarbeiten reichen von schlichten Arrangements bis hin zu orchestralen Klanglandschaften. 

 

Cello spielte sie schon als Kind, besuchte die Musikakademie in Reykjavík und studierte Komposition und neue Medien an der Isländischen Kunstakademie und der UdK in Berlin. Ihr Debütalbum Mount A erschien im September 2006.

 

Guter Zeitpunkt, um innezuhalten

 

Für Hildur Guðnadóttir ein guter Zeitpunkt, um innezuhalten. „Das 20-jährige Jubiläum meines ersten Solo-Albums rückt näher, und das Konzert soll den Bogen spannen über die vergangenen zwei Jahrzehnte, in denen ich dem Wechselspiel zwischen Streichinstrumenten und Stimmen nachgegangen bin, und dem Raum, den Musik schafft und den sie einnimmt.“

 

Mit ihr gemeinsam stehen Constance Ricard (Violoncello), Liam Byrne (Viola da Gamba), Peyee Chen (Sopran), Nina Guo (Sopran) und Sarah Saviet (Viola) auf der Bühne.

 

Das Werk wurde vom Barbican Centre, dem größten Kultur- und Konferenzzentrum in London, der Berliner Volksbühne und einem Netz von Partnerbühnen und Festivals in Auftrag gegeben.

Hildur Guðnadóttir live

Sa, 01.11.2025 | 20:00 Uhr

So, 02.11.2025 | 18:00 Uhr

Volksbühne

Linienstraße 227 | 10178 Berlin

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Foto: Ansgar Koreng / Wikipedia



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