08.12.2020

Insel der Wildnis

Auf Island soll der größte Nationalpark Europas entstehen. Das geschützte Gebiet umfasst rund ein Drittel der Landesfläche und ist Lebensraum für zahlreiche Tierarten.  Die in dem geschützten Gebiet geplanten Kraftwerke sollen jedoch ausgeklammert werden. 

 

Wanderweg durch grüne Hügel mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Bild von David Mark auf Pixabay.
Islands Naturparadiese sollen geschützt werden. © David Mark auf Pixabay.

 

Das zentrale Hochland in Island soll Europas größter Nationalpark werden. Das geschützte Gebiet wird rund ein Drittel der gesamten Landesfläche - rund 40.000 Quadratkilometer - umfassen. Damit ist es zugleich der größte isländische Nationalpark. 

 

"Das Hochland ist einer der größten Naturschätze, die wir Isländer gemeinsam besitzen", zitiert Icelandic Review den isländischen Umweltminister Guðmundur Ingi Guðbrandsson, der den Gesetzentwurf am 30. November im Parlament eingebracht hat. Es sei wichtig, das Hochland für künftige Generationen zu erhalten. 

 

Die Gründung des Hochland-Nationalparks biete enorme Vorteile für den Tourismus und die Wirtschaft insgesamt, insbesondere während der Erholungsperiode nach der Corona-Pandemie. 

 

Das zentrale Hochland ist eine der größten unbewohnten Gegenden in Europa und Lebensraum für viele Tiere. Rund die Hälfte der jetzt als Nationalpark vorgesehenen Fläche steht bereits heute unter Schutz, darunter der Nationalpark Vatnajökul, der Gletscher Hofsjökull und die Wanderregion Landmannalaugar.

 

Die Planung sieht vor, die Schutzzonen auszuweiten und zusammenzulegen. Der neue Nationalpark soll in sechs Verwaltungsbezirke aufgegliedert werden, deren Leitung Staat und Kommunen gemeinsam übernehmen. 

 

Auf dem Gebiet des künftigen Nationalparks sind mehrere Kraftwerke geplant; sie sollen als "periphere Gebiete" ausgewiesen und so aus der Schutzzone ausgeklammert werden.