09.01.2026

Ministerrücktritt in Island angekündigt

Der isländische Bildungsminister Guðmundur Ingi Kristinsson von der populistischen Volkspartei (Flokkur fólksins) zieht sich aufgrund einer Erkrankung von seinem Amt zurück. Ein Rückzug mit Folgen für das Kabinett von Premierministerin Kristrún Frostadóttir.

 

Blick auf Islands Parlament. Bild von falco auf Pixabay.
Kabinettsumbildung in Island steht bevor. © falco auf Pixabay.

Das neue Jahr beginnt in Island mit einem politischen Paukenschlag: Guðmundur Ingi Kristinsson hat angekündigt, sein Amt als Minister für Bildung und Kinderbelange aus Krankheitsgründen niederzulegen. Dies berichtet der nationale Rundfunksender RÚV an diesem Freitag.

 

Seinen Posten soll die Parteivorsitzende der populistischen Volkspartei (Flokkur fólksins), Inga Sæland, übernehmen, die bisher Ministerin für Soziales und Wohnungswesen im Kabinett Kristrún Frostadóttir war. Sie hatte ihren Kabinettskollegen bereits in den vergangenen Wochen vertreten.

 

Nachfolger von Inga Sæland an der Spitze des Ministeriums für Soziales und Wohnungswesen soll dem Bericht zufolge der bisherige Fraktionschef der Volkspartei im Parlament, Ragnar Þór Ingólfsson, werden.

 

"Bildung ist Schwerpunkt der Regierung"

 

Laut RÚV musste sich Guðmundur Ingi Kristinsson vor Weihnachten einer Operation am offenen Herzen unterziehen. 


Inga Sæland dankte dem Politiker in einem ersten Statement für seinen „unermüdlichen Einsatz“.

 

Die Bildungspolitik stehe vor zahlreichen Herausforderungen, etwa mit Blick auf die allgemeine Schulpflicht oder bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen. „Diese Themen gehören zu den Schwerpunkten der Regierung“, begründete Inga Sæland ihren Wechsel ins Ministerium für Bildung und Kinderbelange.

 

Ihr Nachfolger als Minister für Soziales und Wohnungswesen, Ragnar Þór Ingólfsson,  werde alle begonnenen Projekte fortführen. Er habe in der Vergangenheit bereits die von der Regierung berufene Arbeitsgruppe zum Thema Wohnen geleitet und bringe viel Wissen und Erfahrung in diesem Bereich sowie in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik mit.

 

Guðmundur Ingi Kristinsson kündigte an, trotz seiner Erkrankung auch künftig für die Volkspartei im Parlament arbeiten zu wollen.


Ähnliche Beiträge